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Brauerei Docteur Gab's in Savigny

Les brasseurs Docteur Gab's

Vom Hobbykit zur handwerklichen Brauerei

Alles begann vor 15 Jahren, als 3 Freunde sich um ein Brauereikit versammelten. Gabriel Hasler hatte es zu seinem 16. Geburtstag bekommen, und seine Kumpel David Paraskevopoulos und Reto Engler machten in der Küche des Hauses Hasler in Jouxtens-Mézery (im Westen von Lausanne) ihren ersten Versuch. Dies war die Geburtsstunde der ersten Biere von „Docteur Gab’s“, Diminutiv von Gabriel, „eines verrückten Wissenschaftlers“.

Seitdem haben die jungen Brauer samstags immer Spaß daran, ihre ersten Liter Bier herzustellen, die dann schnell von der Familie und von den einigen Freunden verkostet werden. Eine Entdeckungsreise nach Belgien bietet ihnen dann die Möglichkeit, Rezeptideen zu sammeln und Kontakt mit den Lieferanten aufzunehmen. Dabei wird das Ziel verfolgt, eine Palette zu erfinden und zu entwickeln. Schritt für Schritt ermöglicht der Gewinn, der mit den ersten Flaschen erzielt wird, den Erwerb größerer Behältern mit 50, 100 und bald 200 Litern. Die Produktion erfolgt zu Beginn im Keller der Familie Engler. Im Jahr 2004 gelingen der Brauerei Docteur Gab’s, aufgrund des erzielten Erfolgs, an neue Kundschaft der Bars zu liefern, der Durchbruch und Einzug in ein Lokal von 80m2 auf 2 Etagen in Epalinges.

Die drei Kollegen sind alle noch in Ausbildung; David ist Azubi-Handelskaufmann, und dann zusäztlich bei der Hotelfachschule in Lausanne, Gabriel bei der HEC und Reto bei EPFL im Fach Umweltwissenschaften. Alle schaffen es, Studium, Produktion, Verkauf und Kundenservice unter einen Hut zu bringen. Sie müssen es auch schaffen, die Miete zu bezahlen und den Kredit zurückzuzahlen, um ein Fass von 350 Litern zu kaufen.

Nach dem Abschluss ihrer Studien im Jahre 2010, geben sich die 3 Freunde ein Jahr, um die Marke in Form einer Lancierung zu testen und auch um zu sehen, ob sie sich für das Abenteuer eignet. Sie teilen sich die Rollen auf: David übernimmt die Vermarktung, Gabriel das Management und Reto die Produktion. Im Jahr 2011 wird aufgrund des positiven Ergebnisses ein Finanzierungs- und Aktionsplan erstellt, um die geeignetsten Räumlichkeiten und das passendste Material zu suchen.

Durch den Einzug in die 4 modulierbaren Hallen von Streetbox im Gewerbegebiet von Claie-aux-Moines im Jahre 2012 schafft die Brauerei ihren Schritt hin zur professionellen Unternehmensgestaltung. Dies ermöglicht dem Trio, die Qualität zu stabilisieren, größere Mengen zu produzieren und genügend Zeit für die Vermarktung zu gewinnen. Dank des schönen Sprungs von 50.000 Liter im Jahr 2011 auf 230.000 Liter im Jahr 2014, beschäftigt das Team heute umgerechnet 9 Vollzeitkräfte und plant auch die Einstellung neuer Mitarbeiter.

Die Geheimnisse der Braukunst

Der eigens für die Brauereien geröstete Malz stammt vor allem aus Gerste, kann aber aus Weizen oder Roggen gewonnen werden. Der Rohstoff muss die Etappen der Keimung und Trocknung durchlaufen. „Die von uns genutzten Rohstoffe stammen aus Deutschand“, so der Produktionsassistent Diego, der auch erklärt, dass Hopfen eine Kletterpflanze mit einer kegelförmigen Blume ist, die getrocknet und dann als Massengut oder in Form von Pellets geliefert wird. Die Aromen ändern sich je nach dem Ursprungsort, Gewürze und Kräuter stammen aus der Schweiz, Deutschland oder England; die exotischen Arten mit Zitrusfrüchten, Mango oder Litschi werden hingegen aus Australien oder Neuseeland importiert.

Die Produktion beginnt mit der Zerkleinerung des Malzes, das im Erdgeschoss in Körnern geliefert wird. Es folgt die Lagerung in Losen zu je 600 kg in einem Silo. In der oberen Etage werden pro Los mit 2.500 Litern die folgenden Produktionsschritte vorgenommen: Vermischung von Wasser und Malz im ersten Braufass, in dem Zucker, Geschmack und Aromen im warmen Zustand extrahiert werden; im zweiten Fass folgt dann die Filterung des Malzes und des Mostes, die dann in das erste Fass zurückgeführt werden. Das Gemisch
wird dann nach Hinzufügung des Hopfens, der die Bitterheit und das Aroma verleiht, zum Kochen gebracht. Nach dem Kochen gelangt der Most bei einer Temperatur von 95 Grad in das Klärungsfass. Sobald erdie Temperatur von 20 Grad erreicht, kommt er in das Gärungsfass. Hier wird Hefe hinzugefügt und hier bleibt die Mischung bei 20 - 25 Grad eine Woche lang, bevor sie in den Lagerbereich übergeht, wo sie eine weitere Woche lang bei 2 - 3 Grad aufbewahrt wird.

Während der ersten Gärung verwandelt sich Zucker in Alkohol und Kohlendioxid. „Ein kleiner Füllstandmesser auf dem Fass ermöglicht die Prüfung der entweichenden Gasmenge. Wenn dieser Prozess beendet ist, geht man zur Flaschenabfüllung über“, erklärt Reto, der sich mit den mikrobiologischen Aspekten des Verfahrens befasst. In der Flasche erhält das Bier, dank der Hinzufügung von Zucker und Hefe während der zweiten Gärung, diesen schönen Schaum, den die Verbraucher so sehr schätzen.

Vorteile der modulierbaren Gestaltung von Streetbox:

Da die Hersteller sogar vor Beginn der Arbeiten auf dem Standort von Chemin de Geffry in Savigny mit Streetbox in Kontakt waren, hat die Integration der Struktur in den 4 Hallen die maßgeschneiderte Anpassung jedes Teils ermöglicht, um schon 2012 mit der Produktion zu beginnen.

Mit der Expansion der Brauerei profitiert das Team von der modulierbaren Gestaltung der Streetboxen und nutzt 5 zusätzliche Boxen. Es wurden verschiedene Arbeiten ausgeführt: eine neue Abdeckung im Bereich der Flaschenabfüllung und 3 neue Fässer von 5.000 Liter für die Gärung. Eine Expansion auf zwei zusätzlichen Etagen ist Ende Winter in diesem Jahr für die Büros und die Lagerung der Pakete geplant.

Das Team arbeitet somit weiter und wünscht sich das Beste für die Zukunft.

Der Autor dankt dem Team der Brauerei von Docteur Gabs für seine Verfügbarkeit und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg in seiner Entwicklung, damit es uns auch in Zukunft mit seinen schmackhaften Bieren Freude bereiten kann!

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